TSCHÜSS MÄRZ, DANKE FÜR ALLES UND HALLO APRIL … herzlich Willkommen zu meinem monatlichen Gartenrückblick!
Die Krokusse in unseren Beeten, die Osterglocken, wie auch unsere Kirschbäume in unserem Vorgarten stehen schon Mitte März in voller Blüte. Holzterrasse, Platten, Wege und Gartenmöbel habe ich bereits gekärchert und geölt – so früh im Gartenjahr habe ich das noch nie erledigen können – die Bienen summen wie im Mai und ich sitze ohne Jacke auf der Terrasse. Willkommen im März 2026, dem Monat, der sich offenbar entschieden hat, den Frühling dieses Jahr nicht nur anzukündigen, sondern gleich selbst zu feiern. Nach 2024 (wärmster März ever) und 2025 (trockenster März ever) ist 2026 bisher ‚nur‘ sehr warm und doch ist es wieder einer dieser Monate, bei denen ich mich frage: Ist das noch normal oder schreiben wir gerade wieder Klima-Geschichte?


Unsere Sternmagnolie erstaunt mich jedes Jahr aufs Neue. Die Blütenknospen sind wenn sie geschlossen sind richtig satt rosa und sobald die Blüten aufploppen werden sie schneeweiß. Eine wunderschöne Pflanze.

Ein echtes Highlight für die Bienen in unserem Vorgarten sind die drei Kugelkirschen. Zwei davon haben wir im vergangenen Herbst neu gepflanzt, die dritte steht schon ein paar Jahre hier und hat sich gut etabliert. Genau das zeigt sich jetzt Mitte März 2026 sehr schön in der Blüte: Die ältere ist bereits Anfang März aufgebrochen und steht in voller Blüte, während die beiden jüngeren gerade erst loslegen.
Die Blüten sind einfach, weiß, in kleinen Dolden angeordnet und öffnen sich offen, genau die Form, die Bienen und Hummeln leicht erreichen können. Besonders in dieser frühen Phase (März/April) zählen solche Blüten: Das Nektar- und Pollenangebot ist zugänglich, und die Pflanze wird von Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen intensiv besucht. Laut ökologischen Bewertungen (z. B. von naturaDB) zählt ‘Globosa’ zu den guten Bienenweiden unter den Ziergehölzen. Sie liefert Nektar und Pollen für rund 46 Wildbienenarten und wird von Imkern geschätzt.
Das Summen, wenn man vorbeigeht, ist beeindruckend. Es zeigt, wie aktiv die Insekten so früh im Jahr schon sind. Für mich ist das einer der besten Momente im Jahr: zu hören und zu sehen, dass der Garten einen direkten Beitrag leistet, gerade jetzt, wo viele Wildbienen ihre Nester bauen und die ersten Bruten versorgt werden müssen. So bringen unsere Kugelkirschen in diesen Wochen richtig viel Leben in unseren Garten.

Mitte März, an einem Dienstag in der Frühe war tatsächlich ein Reh in unserem Garten, eine liebe Nachbarin hat es auch gesehen. 🤗 Zu meiner Verwunderung war es überhaupt nicht scheu. Das Reh lief einmal quer durch unseren Garten, hat sich umgesehen, seine Nase hier und da reingesteckt und dann sprang es über den momentan provisorischen Zaun und ist leider so schnell wieder verschwunden, wie es aufgetaucht war. Ist das nicht schön!? Kennt Ihr das tiefe innerliche Gefühl der besonderen Bedeutung eines Momentes, den Ihr gerade erlebt?

“In vielen alten Traditionen gilt das Reh als leiser Bote der Ahnen. Es erscheint oft genau dann, wenn ein Ort oder ein Lebensabschnitt gerade neu geordnet oder geheilt wird. Es bringt die Erinnerung mit: Ihr seid nicht allein. Es gibt einen Schutz, der euch begleitet – sanft, wachsam, ohne Lärm. Gleichzeitig steht das Reh für eine sehr friedliche und klare Energie. Sein Erscheinen fühlt sich an wie eine kleine Bestätigung, dass alles, was man gerade innerlich oder äußerlich ‘reinigt’ oder neu ausrichtet, bereits von etwas Größerem getragen und geschützt wird.”
In der letzten März-Woche schlug das Wetter dann leider um. Nachts hatten wir wieder Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und tagsüber nur bis zu 12°C. Dazu Regen- und Graupelschauer und ab und zu mal ein paar Sonnenstrahlen.
Ich wünsche Euch einen schönen letzten März-Abend und startet morgen gut in den Gartenmonat April.

