WERBUNG | Auf unserer ersten Schiffsreise ins WESTLICHE MITTELMEER haben wir die Art und Weise des Reisens mit einem Schiff lieben gelernt: Das Hotel ist immer dabei, man muss sich um nichts kümmern und man sieht täglich die schönsten Plätze der Welt.
So hieß es für uns in 2024: Leinen los in Kiel und mit der MEIN SCHIFF 1 für 14 Tage Kurs auf das Nordkap, wo das magische Licht des Nordens einfach nicht untergehen will.

Am ersten Tag – meistens ein Seetag – wurde erst einmal das Schiff erkundet und die Weite des Meeres genossen. Wir hatten an dem Tag eine wirklich raue See und hohe Wellen, was ich versucht habe, auf den Fotos einzufangen. Da das Schiff so riesig ist und das Meer so weit, wirken die Wellen nicht sonderlich groß. Aber wenn der Kapitän über Lautsprecher zur Vorsicht aufruft, ist das schon eine Hausnummer.





ÅLESUND
Unsere erste Station war Ålesund, die wunderschöne Jugendstil-Stadt an der norwegischen Westküste. Schon beim Einlaufen in den Hafen verzaubern bunte Häuserzeilen direkt am Wasser, spiegelnd im ruhigen Hafenbecken, mit den typisch norwegischen Bergen im Hintergrund. Wir schlenderten durch die engen Gassen, genossen den Blick vom Aussichtspunkt Aksla über die Stadt, die Inseln und den Fjord und fühlten uns sofort wie in einem Postkartenmotiv. Ålesund war der perfekte sanfte Einstieg in die norwegische Fjordlandschaft – charmant, überschaubar und auch bei starker Bewölkung sehr fotogen.


DER GEIRANGERFJORD UND DER ATEMBERAUBENDE AUSBLICK VOM DALSNIBBA
Ein absolutes Highlight unserer Kreuzfahrt war der majestätische Geirangerfjord, der zu Recht zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Steile, grün bewachsene Felswände ragen fast senkrecht aus dem tiefblauen Wasser empor, während beeindruckende Wasserfälle wie die „Sieben Schwestern“ und der „Brautschleier“ tosend in die Tiefe stürzen. Die Landschaft wirkt wie aus einem Märchen – wild, unberührt und von einer fast unwirklichen Schönheit. Besonders beeindruckend war der Moment, als unser Schiff fast geräuschlos, ganz langsam durch den engen Fjord glitt. Es ist dort total still, man hört nur die Kraft der Wasserfälle und spürt die gigantischen Dimensionen dieser Naturkulisse.





Unser nächstes Ziel war der Dalsnibba (ca. 1.500 m Höhe). Über eine kurvenreiche Bergstraße erreichten wir den Geiranger Skywalk. Von dort oben bot sich ein atemberaubender Panoramablick. Der gesamte Fjord schlängelte sich wie ein silbernes Band durch das Tal. Winzig klein lagen das Dorf Geiranger und unser Schiff unten, während ringsum schneebedeckte Berge und Gletscher glänzten. Der Blick in die Tiefe (teilweise über 500 m senkrecht) ließ einen ehrfürchtig werden. Ein Moment, in dem man die gewaltige Kraft der Natur wirklich spürt.







HELLESYLT
Unsere nächste Station war das kleine, idyllische Hellesylt am Sunnylvsfjord. Das Dorf schmiegt sich malerisch an den steilen Berghang, mit weißen Holzhäusern, einer kleinen Kirche und einem gewaltigen Wasserfall (Hellesyltfossen), der mitten durch den Ort tosend ins Fjordwasser stürzt. Der Kapitän erklärte uns, dass dieser Wasserfall im Frühjahr bei der Schneeschmelze besonders imposant ist, dann schießen riesige Mengen Schmelzwasser aus den Bergen herunter und verwandeln den Fall in ein brausendes Spektakel.


HONNIGSVAG – DAS TOR ZUM NORDKAP
Von Hellesylt ging es weiter hoch in den Norden, bis wir den nördlichen Polarkreis überquerten und in Honningsvåg anlegten, der nördlichsten Stadt Norwegens auf dem Festland und dem wichtigsten Ausgangspunkt für das Nordkap. Das kleine Städtchen mit seinen bunten Holzhäusern, die sich malerisch an die kargen, felsigen Hänge schmiegen, hat uns sofort in seinen Bann gezogen. Die Landschaft wirkt hier schon sehr arktisch: wenig Bäume, raue Felsen, grüne Tundra und ein endloser Himmel. Genau so, wie man sich den hohen Norden vorstellt. In den Hängen rund um die Stadt grasen wilde Rentiere und nicht selten laufen sie auf den Straßen und der Verkehr staut sich. Es war für uns sehr beeindruckend, diese Tiere in freier Natur zu sehen.



Diese karge, raue und gleichzeitig so ruhige Natur mit ihren tiefen Fjorden, kristallklaren Wasserfällen, endlosen Seen und den vielen roten und weißen Holzhäusern hat eine ganz eigene, stille Schönheit.








DAS NORDKAP
Der absolute Höhepunkt unserer Kreuzfahrt war der Besuch des Nordkaps. Wir starteten um 1:00 h nachts und Ihr könnt sehen, wie die Lichtverhältnisse waren, als wir das Schiff verließen.


Schon die Anfahrt vom Hafen in Honningsvåg fühlte sich an wie eine Reise auf einen anderen Planeten. Der Bus schlängelte sich durch eine völlig baumlose, karge Mondlandschaft, in der links und rechts der Straße viele Rentiere grasten.
Als wir schließlich am Nordkap oben auf dem 307 Meter hohen Plateau ankamen, erwartete uns ein unglaubliches Schauspiel. Trotz Wollmütze und des dicken ‘Zwiebellooks’, den wir alle trugen, peitschte uns der eiskalte Wind ins Gesicht. Die Sonne stand tief am Horizont und tauchte den Himmel in ein atemberaubendes Farbenmeer aus Orange, Rosa und Gold, obwohl es tiefste Nacht war. Das berühmte Nordkap-Globus-Monument ragte als mächtige Silhouette vor diesem feurigen Himmel auf. Gemeinsam mit anderen Reisenden standen wir am Rand der steilen Klippe, wärmten unsere Hände an heißen Bechern und blickten stumm auf das endlose Barentsmeer.
Vor der Kälte flüchteten wir zwischendurch kurz in die unterirdische Nordkaphalle, um uns im Postamt den legendären Nordkap-Stempel für unsere Postkarten zu sichern. Aber die Magie spielte sich draußen ab. Es fühlte sich wirklich wie das Ende der Welt an. Die raue, karge Landschaft, der tosende Wind und dieses magische Licht der Mitternachtssonne machten den Moment unvergesslich. Nach all den grünen Fjorden und Bergen im Süden war das Nordkap das absolute Highlight … wild, einsam und beeindruckend zugleich. Ein Ort, an dem man sehr demütig wird und deutlich spürt, wie klein die Menschheit im Angesicht der Natur ist.








TRADITIONELLE GRASSODENHÄUSER
Diese traditionellen norwegischen Häuser mit ihren charakteristischen Grassodendächern wirken wie aus einer anderen Welt. Die alten, mit dichtem Gras und Moos bewachsenen Holzhütten schmiegen sich harmonisch in die raue Berglandschaft ein. Sie sehen aus, als wären sie direkt einer sagenumwobenen Trollgeschichte entsprungen.
Diese Bauweise ist jedoch nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein Meisterwerk der Nachhaltigkeit. Seit Jahrhunderten nutzen die Menschen in Norwegen die natürlichen Ressourcen ihrer Umgebung. Die dicke Erdschicht auf den Dächern dient seit Generationen als hervorragende Isolierung gegen die eisige Kälte im Winter und spendet angenehme Kühle im Sommer. Zudem stabilisiert das schwere Gewicht der Soden die gesamte Holzkonstruktion bei stürmischem Bergwetter. Ein lebendiges Denkmal dafür, wie Mensch und Natur im Einklang miteinander existieren können.


Auch die schönste Reise geht irgendwann zu Ende. Die gigantischen Naturgewalten, die wir in diesen 14 Tagen erleben durften, lehren uns Demut und Toleranz. Sie machen uns unendlich dankbar für das Privileg, diese atemberaubende Welt mit eigenen Augen sehen zu dürfen. CHEERS! 🥂

Bleibt gesund, zufrieden und reisefreudig.


5 Comments
Pura
22. Juni 2026 at 10:21WOOOWWW was für eine Reise. Danke fürs Mitnehmen.
Christa
22. Juni 2026 at 11:32Das sind traumhafte Bilder und die Reise war es sicher auch. Gigantische Naturaufnahmen.
Stella
22. Juni 2026 at 12:19Hi, liebe Ute,
das ist mal eine Traumreise, die ihr da gemacht habt. Sie steht auch auf unserer Bucketlist, wir waren aber noch nie auf einer Kreuzfahrt. Ich habe ganz viele Fragen an dich. In welcher Jahreszeit seit ihr da gewesen und war es sehr kalt? Was hattet ihr für eine Kabine? Muss man Essen und Getränke selbst zahlen? Muss man alle Ausflüge vorher buchen? Sorry für die vielen Fragen.
Ruth
22. Juni 2026 at 14:47Da wäre ich bei dieser Hitze jetzt gerne. Auf der Reise hast du sicherlich viele Eindrücke gesammelt.
Schmelzende Grüße
Ruth
Susanne Krauß
23. Juni 2026 at 8:43Wie schön ❤️. Wir waren 2025 mit der Vasco da Gama am Nordkap. Unsere schönste und entspannteste Reise bisher. Allerdings haben wir ein paar andere Orte besucht. Nach deinen Bildern, würde ich gerne nochmals in den Norden fahren und noch mehr Ziele erreichen. Das Hotel immer dabei. Herrlich!
Liebe Grüße
Susanne